Wo führt das alles hin?
Ich frage mich schon lange wo uns diese Spieleindustrie hinführen wird. Es kommen mitlerweile jeden Monat mehr Spiele raus als man überhaupt spielen kann. Wenn ich mich an früher erinnere, wenn da ein Topkracher rauskam hat ihn JEDER gespielt, JEDER. Heute kommen jeden Monat 5 gute Spiele raus und man kann kaum noch mitreden wenn man nicht 24/7 vor der Kiste hängt. Auch sehen Spiele in den Previews/Trailern immer geiler aus (beziehungsweise versprechen immer mehr), sind dann später aber meist enttäuschend, weil die Spiele zu schnell rausgepushed werden und dabei der Flair und die Details verloren gehen. Eben alles ein bisschen Mainstreamiger (geiles Wort ).
Mir persönlich rückt auch immer mehr die eigendliche Story der Spiele zu sehr in den Hintergrund. Meine fresse fühlte ich mich zum beispiel bei CoD4 verarscht. Alle waren den Einzelspieler am loben wie nicht was… ja er war bombastisch insziniert, aber es steckte NIX dahinter. NIX. Man bei sonem gradliniegen Spiel kann ich doch gescriptete Ereignisse in Massen einbauen und Charactere zum vorschein bringen. Es gibt doch genug bewegende Kriegsfilme um sich ein Beispiel zu nehmen. Im MP hat es das alte Katz und Maus Spiel perfekt umgesetzt, keine Frage. Im SP hat das Spiel für mich aber absolut nix gerissen.
Metal Gear Solid ist schon so lange erfolgreich. Und zwar wegen der Story, nicht wegen dem Gameplay, denn das war noch nie sonderlich gut. Warum nimmt sich daran keiner ein Beispiel? Wo sind die Spiele die ne verdammt gute Geschichte erzählen? Die meisten Spiele sind in der beziehung schäbiger als die billigsten Hollywood-Blockbuster. Und eins was ich NIEMALS in 100 Jahren nicht verstehen werde ist wie man über JAHRE ein Spiel entwickelt in das Millionen fließen und keiner schafft es sich mal was halbwegs gescheites auszudenken. Große Hoffnungen für GTA4. Das scheint dieses mal ja etwas ernster zu werden. Da könnte man einfach das perfekte Gangsterepos raus machen.
Oder man nehme sich Max Payne. So ein (Anti)Held den der Spieler steuert, eignet sich doch einfach PHANTASTISCH für innere Monologe. Wieso wird das nicht häufiger gemacht? Wiese wird so oft die billige Ausrede benutzt “wir wollem dem Spieler nicht die Phantasie nehmen”. Fuck that! Max Payne war nen Aktionspiel und ich erinnere mich noch zu 100% an den Character. Gordon Freeman, wer ist das schon? … irgendso ein Typ.
Dabei werden meist noch die Spiele mit den meisten Ambitionen runtergemacht. Beispielsweise die Halo Trilogie. Kenne keinen Egoshooter in dem eine bessere Geschichte erzählt wird und keinen in dem die Geschichte besser erzählt wird. Dennoch steht Halo sehr oft in der Kritik die Erwartungen nicht erfüllt zu haben. Doom3 hat die Erwartungen nicht erfüllt, aber wieso gerade Halo?
Und ja, natürlich gibt es auch viele Rollenspiele die eine gute Story erzählen, aber ich nicht jeder der eine gute Story will, will auch gleichzeitig Rollenspiele spielen. Ich spiele sie auch häufiger mal und selbst da kommen einem die langweiligsten Schinken entgegen. Absolutes unverständnis meinerseits.
April 10th, 2008 at 3:26 pm
Ich stimme dem voll und ganz zu!!! Es gibt viel zu wenige Spiele die eine gute Geschichte erzählen. Die meisten Spiele setzten alles auf Grafik. Wenn ein Spiel bombastisch aussieht, kauft es auch jeder.